Feel the summer…

Der Winter hielt und hält Einzug in diesen Wochen – zumindest in Deutschland. Mitte November hat er bei uns in Oberbayern seine hässliche Fratze bereits gezeigt und die sonst so bunte und vielfältige Landschaft in ein Einheitsgrau getaucht…

Für mich daher eine willkommene Gelegenheit den Sommer nochmal zu treffen – im Rahmen einer Dienstreise, in Griechenland…

Bild (15)

So bin ich am Morgen des 16. November mit dem Service Truck meines Arbeitgebers Richtung Italien gestartet. Ziel war der Fährhafen von Ancona, es war eine Fährpassage für mich gebucht, diesmal mit einer Innenkabine. Die Fähre war pünktlich und so konnte es gegen 17.00 Uhr losgehen…

Bild (19)

Ich war gespannt, war doch für exakt dieses Wochenende ein sehr strammer Yugo über der Adria angesagt, der, das sollte sich im Nachhinein zeigen, auch einiges an Verwüstung hinterlassen hat.

Bild (28a)

Die Windfelder wurden immer dunkler und auch über der italienischen Küste brach die Nacht herein – Ciao Italia…

Bild (28)

Die Überfahrt über Igoumenitsa dauert rund 24h, das ist, trotz eigentlich ganz akzeptabler Unterbringung in der kleinen Kabine irgendwie stressig und zäh. So war ich froh, als wir endlich in Patras angelegt haben – Yassou Griechenland, schön Dich noch einmal zu sehen.

Bild (32a)

Vor mir lagen noch rund 220km von Patras nach Piraeus wo ich in einem sehr empfehlenswerten Hotel untergebracht war – mein Zuhause für die nächsten 9 Tage.

Bild (35)

Ich bin gleich noch hoch auf die „Roof-Top“ Terrasse, es war ja noch herrliches Wetter und man konnte noch draußen sitzen. So hatte ich Gelegenheit zu einem kleinen Snack und einen Absacker.

Bild (39)

Die Terrasse war auch ein guter Platz um tagsüber die Mails zu erledigen und die Trainings am Abend vor- bzw. nachzubereiten – es war perfekt, teilweise hatten wir noch 25° C, herrlich für einen der so Sommer süchtig ist wie ich!

Bild (46)

Bild (49)

So vergingen die Tage, tagsüber Paperwork, abends Trainings im Umland von Athen. Umso mehr hat mich Auflockerung gefreut – Ihr ahnt es nicht, ich habe mich mit Dimitris hier verabredet. Er war mit Tonia auch in Piraeus und wir haben uns Zeit für einen gemeinsamen Kaffee am Mittag genommen – next Meeting on the Island of Leros!

Bild (113)

Schnell war die Woche um und es war Zeit die Heimreise anzutreten. Wieder von Piraeus nach Patras, hier mit einem Zwischenstopp am Golf von Korinth…

Bild (225)

Um dann rechtzeitig am Fährterminal zu sein und dort für die Nachtpassage einzuchecken.

Bild (230)

In Italien setzte der Regen ein, es wurde spürbar kälter und die Fahrt von Ancona nach Hause zog sich wie Kaugummi. So reifte der Entschluss, noch eine kleine Pause zum Abendessen einzulegen – hmmm, nur wo???

Bild (248)

😉  wer mich kennt weiß – ein gutes Lokal zu finden ist nur eine kleine Challenge! Da der Umweg von der Autobahnausfahrt Rovereto Süd nach Arco nur 12km betrug habe ich mir einen Abstecher ins „Al Fiume“ gemacht. Dort bin ich gerne und ich wusste, dass es einen Parkplatz für den Dodge gibt.

Bild (251)

Was soll ich sagen? Es war den Schlenker wert!

Und jetzt?

Jetzt ist erstmal Winterpause. Die Tickets für die „boot“ sind gekauft, das Hotel gebucht. Wir treffen so nach und nach all unsere Segelfreunde um ein bisschen zu schnacken und planen natürlich wieder.

Mich reizt mehr und mehr für einen Versuch nach Kroatien zurück zu kommen. Näher und öfter am Schiff, das Enkelchen mal mitnehmen. Sehen wir was kommt, ich frage jedenfalls fleißig an…

News wie immer – hier am Blog 😉

 

Urlaubsbericht jetzt online

Ein herzliches Hallo an die treuen Blog Follower!

Während ich auf gepackten Koffern sitze um am Samstag geschäftlich nach Griechenland zu fahren, hatte ich abends noch die Zeit den versprochenen Urlaubsbericht fertig und online zu stellen.

Den findet Ihr hier

Viel Spaß beim Lesen – „stay tuned“ – News bald wieder hier im Blog 😉

Lieben Gruß vom Skipper

IMG_4937

Eine Überführung der besonderen Art

Zunächst einmal ein dickes DANKESCHÖN, dass Ihr unsere Beiträge auf unserer Facebookseite „sailingmoments“ verfolgt, geliked und zahlreich kommentiert habt.

Diesmal war die Überführung, der gesamte Urlaub, unter einem besonderen Stern – ich habe Ärger erwartet – aber nichts dergleichen.

Es war ein schöner, entspannter Urlaub, einer ohne Tiefen aber auch ohne besondere Highlights. Das habt Ihr an der defensiven Berichterstattung vielleicht schon gemerkt.

Bild (26)

Es gab die tollen, typischen Griechenland-Momente…

IMG_5005

Es gab auch (wenn auch viel zuwenige) schöne Segelmomente…

IMG_5031

…und auch die famosen Augenblicke in (fast) einsamen Buchten!

Alles in Allem gelungen – und doch speziell! Es war Umbruchsstimmung, es war nicht wie sonst, alles war irgendwie anders.

Mehr dazu in unserem ausführlichen Urlaubsbericht der alsbald hier auf diesem Kanal, an gewohnter Stelle, folgen wird.

Eines vorab, Nessaja liegt wieder sicher in der Leros Marina Evros und wir sind wohlbehalten zurück…

„Die spinnen, die `öme`…“

Bereits 2015 habe ich ein Zitat aus einem Asterix Heft als Opener für einen Beitrag verwendet – auch „Das Haus das Verrückte macht“ würde hier passen…

Die spinnen also, in diesem Falle die G´iechen?

Ja! Das tun sie!

Segeln oder das Fortbewegen mit einem Schiff ist ein Synonym für Freiheit, Fortbewegung ohne Grenzen und eine Bastion des „Easy Living“ – eine Plattform zum Relaxen.

Das, für mein Empfinden, stören die griechischen Behörden jetzt mehr und mehr…

Der Verwaltungsaufwand ein Schiff in griechischen Gewässern betreiben zu dürfen steigt stetig!

Das Dokument um ein Sportboot in griechischen Gewässern anzumelden (immerhin EU-Gewässer), das sogenannte DEKPA gab es schon immer seit wir in Griechenland segeln.

dekpa

Der Aufwand hierfür ist noch vertretbar. Man muss zur Port Police, gibt seine Papiere ab, das Dokument wird angelegt und man wird zur Bank geschickt um zu bezahlen – ja, richtig gelesen, zur Bank geschickt – aber das will ich nicht weiter vertiefen.

Nachdem man 50.-€ entrichtet hat, muss man einmal im Jahr einen Stempel zur Verlängerung beantragen, solange man nicht aus GR ausreist. Das ist terminlich manchmal schwierig (kalenderjährlich – taggenau), aber machbar.

Neu hinzugekommen ist die Bezahlung des sogenannten TEPAI – einer Bootssteuer die wir vermutlich der griechischen Gesamtsituation und dem Druck der EU zu verdanken haben. Sei´s drum…

tepai

Hier wird es komplizierter! Erst muss ein Account angelegt werden, dann eine Zahlungsperiode. Je nachdem ob man Online bezahlt oder – ja, genau – zur Bank latscht und dort einzahlt, wird der Status dann irgendwann auf „paid“ gesetzt. Dann darf man fahren.

Um Zahlungen für Monate zu vermeiden in denen man nicht fährt, muss man die „Immobilität“ des Bootes erklären, das kostet nichts – außer vielleicht eine Stunde auf der Hafenbehörde.

Für unsere Nessaja werden im Monat (auch wenn nur ein Tag davon berührt ist) rund 102.-€ fällig.

Dieses ganze Procedere ist aufwändig und nervig – es funktioniert, kostet aber Zeit, Geld und Mühe.

Als ob das nicht reicht und um die Verwirrung komplett zu machen haben die Griechen sich jetzt noch darauf besonnen, dass sie vor Jahren ein europäisches Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung der Bootsführerscheine nicht ratifiziert haben.

Man benötigt somit eine Bescheinigung, dass ein deutscher SBF auch von einer anerkannten Stelle ausgestellt wurde.

FS

Alles klar? Nein? Den Griechen auch nicht!

Weil es verschiedene Regularien innerhalb dieser Vorschriften gibt, kommt es immer wieder zu unterschiedlichen Szenarien bei Kontrollen und zu unterschiedlicher Auslegung der Vorschriften. Nicht selten liest man, uns zum Glück bis jetzt noch nicht passiert, von einer gewissen Willkür oder zumindest Ahnungslosigkeit einzelner Behördenvertreter.

Segelparadies Griechenland? Ursprünglich und weitgehend entspannt? Im Prinzip ja, aber eben nicht immer und überall – wir sind gespannt, wie die Entwicklung weitergeht…

Der Countdown bis zum Herbsturlaub läuft – seid gespannt und bleibt dran…

Hast Du mal kein Glück – kommt oft noch Pech dazu…

Jammer!

Erinnert Ihr Euch? Im letzten Urlaubsbericht habe ich geschildert wie schön Nessaja war nachdem sie Ihren kleinen Schaden repariert bekommen hat und in diesem Zuge gleich das erste Mal seit wir sie haben poliert wurde.

Sie war in tollem Zustand! War???

Ja, WAR!!!

Ihr erinnert Euch vielleicht auch, dass ich geschrieben hatte, dass uns eine viel zu enge Lücke zugeteilt wurde. Die Schiffe lagen Fender an Fender, Nessaja wurde beim Einparken richtig reingequetscht!

Der Skipper muss sich ankreiden nicht gleich wieder abgehauen zu sein – das rächt sich jetzt!

Ein Bekannter aus dem „Mittelmeer Skipper Forum“ hat sich aus der Marina gemeldet: „Habe nach Deinem Schiff gesehen, ist alles ok…“

Ich erwidere: „Ah, ok also – kannst Du mal genau schauen?“

Er wiederum: „Die Fender sitzen nicht mehr gut…“

1

Ich – in Panik: „Aaaahrgh, nicht mehr gut? Ist was kaputt? Kannst Du nachsehen? Kannst Du das richten?“

Er, entspannt: „Ja, morgen!“

Ich warte also auf die Bilder und die Info am nächsten Morgen. Achim, so der Name des Bekannten aus Berlin, vermeldete meine Fender korrigiert zu haben, es seine nur ein paar kleine Schrammen im Boot.

Ich war dem Koller nahe – „…ein paar kleine Schrammen!“, was soll ich mir da vorstellen? Ein eilig zugesandtes Foto löste das Rätsel…

2

Dahin war die Schönheit!

Was folgte ärgert mich noch mehr – ich habe an die Marina geschrieben und um eine kurze Info gebeten und vielleicht auch um einen Lösungsansatz – denn ich bin immer noch der Meinung, dass die Lücke zu eng ist und die Schiffsbewegungen die Fender nach oben rausschieben. Durch den sich verkleinernden Spalt können diese nicht zurückrutschen – und schon hast den Salat…

Ich habe bis heute keine Antwort oder Reaktion – sehr schlecht! Aufgrund dieser Sachlage kann ich die „Agios Nikolaos Marina“ nicht als sicheren Liegeplatz empfehlen.

Heute haben mir Freunde der Facebook Gruppe weitere Bilder geschickt – die Fender sitzen wieder…

5

6

Aber die Schrammen – und ja, es sind Schrammen – sind auch deutlicher zu sehen!

4

3

Ich bin frustriert – solche Schäden vergällen einem den Urlaub, man muss sich schließlich wieder „kümmern“ und letztlich sind da gleich wieder kleinere vierstellige Beträge zu investieren. Das ist bei 2.000.-€ SB auch kein „kleiner Versicherungsfall“.

Die einzige Erwartung die ich hatte – passt auf mein Boot auf, bietet mir einen sicheren Liegeplatz für´s Geld. Beides verfehlt, keine Reaktion auf´s Mail. Nicht gut…

Meine Reaktion – kurzes Mail an die „Leros Marina Evros“, Option gesichert! Manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.

Die Zeichen stehen auf Rückkehr ins Paradies…

Mal sehen was kommt – updates immer hier auf unserem Bog, stay tuned!

By the way – ein dickes DANKESCHÖN an Achim und die anderen Helfer aus der Facebook Gruppe, so wird „Social Media“ auf einmal zur Realität – die Runde bei unserem Aufenthalt geht an mich…

WordPress Site über die schönste Nebensache der Welt – Segeln!