Newsticker – aktuelle Sachlage und Ausblick…

Es ist nun schon ein paar Tage, besser Wochen, her, dass ich den letzten Post geschrieben habe. Der Grund ist banal, es hat sich aus unserer Skippersicht nicht so sehr viel getan!

Ja schon, es wurde viel darüber geschrieben ab wann es wieder möglich sei in Urlaub zu fahren, ab wann die Grenzen nach Griechenland wieder offen wären und wie sich die „R-Werte“ in Deutschland und Hellas entwickeln. Dies alles zu wiederholen und die 1001te Meinung dazu abzugeben wollten wir uns nicht auf unsere Aufgabenliste schreiben – daher bitten wir die Funkstille zu entschuldigen.

Wir hatten nur ZWEI Dinge im Kopf, gesund bleiben und…

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Aktuelle Sachlage

Der Urlaub, den wir zum 09.05. antreten wollten wurde aufgrund der damaligen Situation in D und GR seitens der TUI gecancelt. Wir bekamen innerhalb von wenigen Tagen unseren Gutschein welchen wir akzeptiert haben.

Zwischenzeitlich haben wir einen neuen Flug nach Leros gebucht, wir gehen am 18.07. für eine Wochen nach Griechenland um nach dem Schiff zu sehen. Der Plan ist, dort nur dafür zu sorgen, dass am Schiff alles ok ist – Batterien laden, sauber machen, Kleinreparaturen durchführen. Ansonsten wollen wir einfach nur eine Woche Urlaub auf Leros genießen, ein Auslaufen ist nicht geplant.

Im September geht es dann richtig los! Wir werden am 04.09. nach Leros fliegen um von dort aus eine Segelrunde zu fahren und in diesem Rahmen einiges nachzuholen – hier werden uns Franzi und Mikey für ein paar Tage begleiten.

Es scheint sich also alles zum Guten zu wenden – vorausgesetzt es gibt im Verlauf des Jahres 2020 keinen gravierenden Corona – Rückfall.

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Ausblick…

Es gibt viel Neues zu erzählen und einige gravierende Änderungen! All das wäre noch verfrüht um es im Internet, in unserem Blog zu teilen. Ich kann nur soviel versprechen – bleibt dran, es lohnt sich!

Nur soviel, Nessaja soll 2021 ihren zweiten Frühling erleben. Ich habe nie vergessen warum ich ausgerechnet dieses Boot wollte – und das Schicksal uns zur damaligen „Otarie“ geführt hat.

Es bleibt also spannend 😉 – wir werden wohl schon im Septemberurlaub die Weichen stellen und bei der Liegeplatzoption in der Evros Marina die Zeitachse im Auge behalten müssen!

Neugierig??? News zur rechten Zeit auf unserem Blog!

Bis dahin gute Zeit, bleibt gesund – Eure Nessaja Crew

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Sehnsucht

…meine Gedanken – ein ernstes Thema!

Covid-19

Corona

Die Medien sind voll davon und langsam bekommt jeder Einzelne die Wucht des Virus zu spüren – die Einen mehr, die Anderen weniger.

Ich gebe zu, ich war anfangs eher der „…eine bessere Grippe“ Fraktion angehörig und habe mich sehr über so manche restriktive Maßnahme des sozialistischen China gewundert.

Spätestens als in Italien die erste Welle hereinbrach, wurde ich hellhörig und verstand schnell – diese Thematik wird uns einholen, so etwas ist schwer aufzuhalten. Inzwischen ist es soweit.

Es gibt verschiedene Standpunkte und ob jede Maßnahme in ihrer Umfänglichkeit vonnöten ist mögen andere entscheiden – aber tatenlos bleiben war keine Alternative!

Ja! Ich habe mich erwischt, dass ich zuerst befürchtete, dass mein Urlaub im Mai nicht wird stattfinden können, ich war besorgt, inwieweit die Maßnahmen mich und die Familie betreffen würden.

Heute habe ich erkannt wie viele Menschen hart schuften um Leben zu bewahren, die Viruskurve flach zu halten oder etwa um Impfstoffe und Medikamente zu entwickeln. Ihnen gebührt Dank.

Ich habe erkannt, dass Betreiber kleiner Geschäfte, Gaststätten oder Betriebe wesentlich größere existenzielle Ängste haben müssen als ich, der ich im Homeoffice noch meiner geregelten Arbeit nachgehen kann.

Ich habe mich daher entschieden gelassen zu bleiben, die Hoffnung auf ein rasches Ende dieser Welle und damit der Rückkehr zu normalen Zuständen nicht aufzugeben.

Dennoch habe ich SEHNSUCHT – nach dem Meer, meinem Schiff, der Freiheit!

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Die Grenzen in Europa sind geschlossen, in allen Marinas herrscht Auslaufverbot, die Reisefreiheit ist stark eingeschränkt – das ist bedrückend. Draußen scheint die Sonne, es scheint alles so „normal“ zu sein und doch befindet sich die Welt in einem Ausnahmezustand!

Ich wünsche mir, dass wir 2020 noch mit einem fulminanten Urlaub abschließen können, der diese anstrengende, teils bedrohliche Situation rasch in den Hintergrund rücken lässt – ob nun im späteren Sommer oder doch erst im Herbst.

Bis dahin – seid solidarisch, bleibt entspannt, seid rücksichtsvoll und haltet Euch an die Regeln – auf das schnell wieder Normalität einkehren wird.

News zu Corona und dessen Einfluss auf die nautische Welt findet Ihr in auf allen einschlägigen Webseiten – ich werde es hiermit dazu belassen.

News zu Nessaja und wie wir unsere Planung anpassen (müssen) – sobald wir es wissen hier im Blog!

Viele Grüße von der leicht melancholischen

„Nessaja“ – Crew

Technik: Standardkiel vs Kurz- oder Flügelkiel

Hallo an alle Blog-Follower oder -Besucher…

ich habe heute über die Kontaktmail eine interessante Frage gestellt bekommen – ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Kielformen eines Herstellers tatsächlich spürbar?

Erstmal die Bitte an alle Bavaria „Lagoon“ oder „Caribic“ Besitzer – hier insbesondere die der 390er Modelle – könnt Ihr bitte Eure Erfahrungen wiedergeben wenn Ihr die Kurzkielvariante besitzt?

Flachkiel

Quelle Internet

Der Kurz- oder Flügelkiel wurde seinerzeit mit 1,55m Tiefgang angeboten. Die Vorteile des geringeren Tiefgangs liegen auf der Hand, die Flügel sollen dazu dienen u.a. bei Lage noch etwas tiefer zu reichen.

Aber funktioniert das? Die Variante mit Normalkiel segelt – das weiß ich von meiner Nessaja – außerordentlich gut. Welche Erfahrungsberichte gibt es zu den Flügelkielvarianten???

Im Vergleich hierzu noch ein Bild des Standardkiels meiner Nessaja…

Standardkiel

…dieser war mit 1,80m Tiefgang konstruiert, was für ein Schiff dieser Größe und diesen Gewichtes als normal bewertet werden darf.

Natürlich sind jederzeit auch Erfahrungswerte anderer Segler willkommen – gerne auch Meinungen zu Hub-, Schwenk-, Twin- und irgendwie gearteten Race-Kielflossen – das Hauptthema sollten aber die verschiedenen Kiele der Fahrtenyachten sein.

Antworten gerne über die Kommentar-Funktion oder per Mail – ich veröffentliche dann gerne…

Danke und viele Grüße vom Skipper

Was fällt Euch zu „Faule Haut“ ein???

Stimmt doch, oder?

Die Gedanken schießen einen in den Kopf, das ein oder andere Wortspiel liegt auf der Zunge, zuallererst wohl alles rund um „…auf der faulen Haut liegen…“

So oder ähnlich hat ein Bekannter von mir wohl gedacht, als er vor vielen Jahren schon sein Schiff „Faule Haut“ nannte.

Ich habe Ingo Patalla 2011 bei der praktischen Prüfung zu SSS Schein auf der TARU kennen gelernt, fleißige Blog-Leser werden sich an das Bild erinnern…

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Ihr seht Ingo hier vorne links stehend…

Wir haben uns danach aus den Augen verloren, bis uns das „Mittelmeer Skipper Forum“ wirklich zufällig wieder voneinander hören ließ. Die Seglerszene ist irgendwie eben wirklich klein!

Ich wurde auf Ingos Webseite www.faule-haut.de aufmerksam und habe dort erfahren, dass er sich sowohl eine neue „Faule Haut“ zugelegt hatte – eine Beneteau Oceanis 393, ein Schiff welches auch ich während eines Charterurlaubes kennen und mögen lernen durfte, als auch, dass er sich auf die lange Reise um die Welt wagen wollte…

Eine Weltumsegelung weitgehend entlang der Barfußroute stand auf seinem Plan.

Heute Morgen habe ich die Nachricht erhalten, dass Ingo diese Runde auf St. Lucia vollendet hat! Ingo, ich gratuliere Dir und Deinem tollen Schiff von ganzem Herzen!

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Wem es also jetzt während der kalten Zeit langweilig ist, wer etwas Geschmack für die kommende Segelsaison holen will, ist auf Ingos Webseite genau richtig!

Ich habe die Reise während der letzten mehr als zwei Jahre auf der Webseite und auf Facebook mitverfolgt und habe an den Abenteuern teilhaben dürfen, dafür meinen Dank! Ich habe mich oft an die Geschichten aus dem Jahr 2011 zurückerinnert – Ingo, Du hast mächtig vorgelegt!

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Ich wünsche der „Faulen Haut“ und Skipper Ingo Patalla eine gute Weiterfahrt und Heimkehr in den spanischen Heimathafen – es wäre mir eine Freude wir würden uns einmal wieder Treffen…

Liebe Grüße von der „Nessaja“ Crew!

Ja ist den scho´ wieder „boot“???

…so oder ähnlich pflegte unser „Kaiser“ (der Beckenbauer) kurz vor der Weihnachtszeit zu fragen.

Auch wir waren verwundert, kam der Start der Messesaison doch unglaublich schnell näher!

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Wie immer war die größte Bootsmesse der Welt, die „boot“ in Düsseldorf, für uns als der Startschuss in die neue Segelsaison geplant. Die Karten waren online bestellt, das Hotel gebucht.

So haben wir uns am Freitag nach dem Job auf den doch relativ langen Weg vom beschaulichen Bayern in die Metropole am Rhein gemacht…

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Nun, um ehrlich zu sein führte uns der erste Weg nicht direkt an die Aorta der Nordrhein-Westfälischen Hochburg, sondern nach Ratingen wo wir seit Jahren im „Tryp Airport Hotel“ residieren.

Diesmal waren wir für zwei Nächste eingebucht, wollten wir uns doch nicht nur mit unseren treuen Freunden und Stegnachbarn, Angelika und Uli von der „Jasper“ treffen, sondern auch ein Dinner mit Susanne und Thomas aus der Schweiz planen – was lag also näher als den Stress rausnehmen und die Sache entspannt anzugehen?

Gesagt getan – der erste Abend war sehr nett, wir hatten mächtig Spaß und in einem griechischen Lokal die Vorfreude auf die 2020er Saison in Leros ordentlich anheizen können.

Am nächsten Tag hieß es früh raus, wollten wir doch am Puls sein wenn die Pforte zum Himmel – naja zum Seglerhimmel – geöffnet wird.

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Es war das letzte Messewochenende, es war durchaus viel los, aber die Messe war nicht überfüllt…

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So beschlossen wir vier nach einem scheinbar logischen Plan vorzugehen, Sibylle wollte Katamarane ansehen und ich die neue Hallberg-Rassy 40, also zuerst auf in Halle 17. Es galt das Pferd von hinten aufzuzäumen…

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Am Katamaran Stand, genauer dem von Lagoon angekommen, musste man doch etwas anstehen. Den Damen war es nicht zuviel, wir Herren haben uns lieber Expeditionsyachten von Allures, Garcia und Alubat angesehen – naja und die Modelle der Kats 🙂

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Sibylle war begeistert – „da kann man darauf wohnen“ – ach ja? Gut so, seitdem steht die Frage „Haus oder Kat“ im Raum – für mich ernsthaft, für Sibylle weniger. Mal sehen was kommt…

Die Runde entgegengesetzt anzugehen sollte sich als Fehler herausstellen!

Waren wir es bisher gewohnt, die Motorboothallen zügig zu durchgehen und dann die Zubehör-, Reise- und Segelhallen zu durchschlendern, sind wir diesmal umgekehrt vorgegangen. Dies mit der Folge, dass wir uns für die Segelboote, Reise- und Marinaanbieter sowie das Zubehör zuwenig Zeit ließen, dabei auch einiges übersehen haben (sorry „Yacht“, „DSV“, „TO“, „ACI“, etc.), dafür aber in den für uns weniger wichtigen Motorboothallen zuviel Zeit übrig war. Nur die wirklich auffälligen Stücke schafften es sich ins Auge zu drängen…

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Na egal, in der Motorboothalle konnte ich für Gottfried noch Schnäppchen jagen, dieses stellte sich aber als ein weniger besonderes heraus. Da muss das Internet herhalten, da gibt es bessere Angeboote!

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Auch in den weniger wichtigen Tauchhallen gab es eindrucksvolles Zubehör und Spielzeug – alles medienwirksam „gehighlightet“

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OK, ich gebe zu, auch in der Halle der Superyachten hatten wir das ein oder andere „Schifferl“ zu bestaunen – aber glaubt es mir, außer zum Verkauf wollte ich so etwas nicht geschenkt!

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Dies war aber bei Weitem nicht das größte Exponat, ein bisschen mehr ging noch…

Da fand ich doch die sehr kleinen Wasserfahrz…, naja eher Wasserspielzeuge doch viel lustiger – allemal ein Selfie wert 🙂

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So neigte sich die Messe ohne große Highlights zu Ende – es war dennoch schön, hat Lust auf Meer gemacht und letztlich war es auch anstrengend. Dabei lässt sich mal die Frage beantworten wie viel läuft man da eigentlich so?

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14.000 Schritte bedeuten rund 11 – 12km – das Abendessen im „Ratinger Brauhaus“, der gleichen Adresse wie 2019 war also verdient!

Es gab wieder diese lustigen, viel zu kleinen Biere…

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…dazu Deftiges lokales Essen, abgerundet mit einem Salätchen!

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Da hat auch die holde Gattin geschleckt, auch Ihr war der Hunger förmlich anzusehen – ganz klar, das „Ratinger Brauhaus“ ist eine empfehlenswerte Adresse für eine lokale und typische Einkehr!

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So, der Tag war rund es fehlte kaum etwas,  aber bevor wir uns für das Finale von „Ich bin ein Star…“ ins Hotel begeben haben musste noch ein Verdauungsschnaps her.

Was am Vortag der Ouzo für den Griechen war, sollte heute der „Killepitsch“ sein – eine Runde also, bevor der Tag sein Ende fand!

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Und das Ergebnis? Leere Taschen und Tüten?

NEIN! Nach der ersten, etwas enttäuschenden Runde sind wir nochmals durch einige ausgewählte Hallen. Thomas und Susanne haben bei der Kleidung zugeschlagen und nennen jetzt, neben diversen anderen Kleinigkeiten, ebenfalls einen „Rymhart“ Troyer ihr eigen!

Sibylle und ich waren zurückhaltender. Ich habe mir neben einer Weekendbag noch eine LED Lenser Hirnbirn gekauft und es gab die obligatorische „Törns 2020“ – für „Yacht“ Ausgaben hat es diesmal leider nicht gereicht…

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Was ich wirklich sehr bereut habe ist, dass Sanjin von ACI diesmal nicht da war. Ich hätte ihn gerne getroffen und einen Kaffee bei Ihm getrunken. Naja, das holen wir einfach auf Rab nach!

Fazit – es wäre eigentlich nicht notwendig nach Düsseldorf zu fahren. Alles was angeboten wird kann man auch im Internet recherchieren.

Das Flair aber und die Möglichkeit Freunde und Gleichgesinnte zu treffen, das bekommst Du im Internet nicht. Daher werden wir wohl auch 2021 wieder in Düsseldorf eintreffen.

Nach der Messe ist vor der Messe 🙂

In diesem Sinne, bis bald und liebe Grüße von der „Nessaja“ Crew!

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